Die Anwaltskanzlei KIAP beendete endgültig erfolgreich eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten gegen den Rückversicherer Lloyds mit einem Streitwert i.H.v. mehr als $ 40 Millionen

13.07.2017

Am 11. Juli 2017 bestätigte das Wirtschaftsgericht des Moskauer Bezirks die Entscheidungen der Vorinstanzen, die die Klageforderungen einiger westlicher Rückversicherer an den Mandanten der Kanzlei abgelehnt haben. 

Dieser Fall ist der letzte in der Reihe von Rechtsstreitigkeiten über die Rückversicherung hinsichtlich des Absturzes des russischen Passagierflugzeugs „Sukhoi SuperJet-100“ in Indonesien im Jahr 2012, der zum Tod von 41 Reisenden, einschließlich der Besatzung, führte. In den ersten zwei Streitigkeiten über die Zahlung von mehr als 36 Mio. US-Dollar bekam auch die Mandantin von KIAP recht.  

Diese Rechtsakte sind das Ergebnis einer Neuverhandlung geworden, nachdem das Gerichtliche Kollegium für Wirtschaftsstreitigkeiten des Obersten Gerichtshofs der RF, bei der Vertretung der KIAP von Interessen des Mandanten, die zuvor getroffenen Entscheidungen in vollem Umfang zugunsten der Kläger aufgehoben hatte und die Sache zur neuen Verhandlung zurück verwiesen hatte.

Entscheidend für die Prüfung des Rechtsstreits in der Hauptsache war die Bestimmung der Art des Fluges, die das Flugzeug zur Zeit des Unfalls hatte. Ausgehend davon beurteilten die Gerichte bei der neuen Verhandlung der Sache die in der Akte gegebenen und erneut vorgelegten Nachweise, sowie die Argumente der Parteien hinsichtlich des Charakters des Fluges und ob dieser Flug vom Rückversicherungsschutz abgedeckt war.

Den Experten von KIAP gelang es, die Gerichte davon zu überzeugen, dass die Demonstrationsflüge, die von den Testprogrammen des Fluges vorgesehen waren (und auch tatsächlich in dem vorliegenden Fall vorhanden waren), als eine Art des Versuchsflugs zu betrachten sind und entsprechend dem Rückversicherungsvertrag angewandtem Recht der Russischen Föderation als Test angesehen werden sollten.

Gemäß den Bedingungen des Vertrags der Rückversicherung waren die Testflüge von dem Versicherungsschutz abgedeckt. Folglich können die von den Rückversicherern gem. dem Rückversicherungsvertrag bezahlten Geldmittel nicht als ungerechtfertigte Bereicherung betrachtet werden, so dass die Befriedigung der erklärten Klageforderungen ausgeschlossen ist.

Die Interessen des Mandanten im diesen Streit vertrat der Partner der Kanzlei Dmitrij Schnajdman.


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Versicherungsrecht

Der Schwerpunkt der Abteilung liegt in den Bereichen gerichtliche Unterstützung von Versicherungsstreitigkeiten, umfassende Rechtsberatung in vielen Fragen rund um die Themen Versicherung, Rückversicherung, Tarife, Politik und rechtliche Bewertung von internen Verfahren, Scoring, Versicherungsprodukte im Interesse der Versicherer und Berufsverbände der Versicherer und Versicherungsnehmer, Unternehmen und Behörden. Die Abteilung leitet der Partner Dmitrij Schnajdman – Jurist mit 18-jähriger Erfahrung im Versicherungsbusiness. Die letzten 8 Jahren leitete er ein Ressort einer der größten russischen Versicherungsgesellschaft - "Rosgosstrach“, die sich mit der rechtlichen Unterstützung von den größten und bedeutendsten Rechtsstreitigkeiten in Russland beschäftigt (die jährliche Gesamtsumme der Forderungen in Streitsachen beträgt mehr als 2 Milliarden Rubel). Er verfügt über eine umfangreiche Erfahrung in der Unterstützung von großen Rechtsstreitigkeiten (Streitwert bis zu  30 Millionen US-Dollar), in Bezug auf Versicherungsverträge auf dem Gebiet der Energiewirtschaft, der landwirtschaftlichen Versicherung, der Schiffskaskoversicherung, der Berufshaftpflicht, sowie der Berufserfahrung in Rechtsstreitigkeiten mit der Teilnahme von ausländischen Rückversicherern.


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